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Das iPhone SE 2022 im Check: Was bietet das neue Einsteiger-iPhone?

Mit dem neuen iPhone SE, das im März 2022 vorgestellt wurde, bringt Apple bereits den dritten Ableger seiner Einsteiger-Smartphones in den stationären und Online-Handel. Dabei wurden zahlreiche Features, die sonst nur von den teuren „großen Geschwistern“ des iPhone SE bekannt sind, jetzt auch in der Einsteiger-Variante verbaut. Wir zeigen im kurzen Überblick, was das neue iPhone SE im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Kasten hat.

iPhone SE 3: Wirklich ein Einsteiger-Smartphone?

Die Frage in der Überschrift lässt sich grundsätzlich nur dann mit „ja“ beantworten, wenn wir beim Vergleich von den sonst üblichen Preisen (UVPs) von Apple-Smartphones ausgehen. Denn während es das iPhone SE 3 bereits ab 479 Euro gibt, verlangt Apple für das iPhone 13 – das aktuelle Flaggschiff – in der günstigsten Variante mindestens 900 Euro. Vergleicht man den Preis des iPhone SE aber mit anderen Smartphones, spielt es hier durchaus in der mittleren bis oberen Liga mit.

Auch das „Kasten“-Wortspiel aus der Einleitung hat einen eindeutigen Hintergrund: Die Form des iPhone SE 3 ähnelt bzw. entspricht der des iPhone 8. Die eckigen Ränder und das Design des Smartphones sind also de facto unverändert geblieben. Dieser Punkt fällt aber nicht wirklich auf, da Apple auch beim iPhone 13 wieder etwas mehr zum alten Design zurückgekehrt ist und sich nur bei der Größe relevante Unterschiede ergeben.

Daher lautet das Zwischenfazit: Für Apple-Verhältnisse ist das iPhone SE 2022 durchaus ein Einsteiger-Modell. „Normale“ Kunden, die die Apple-Preiskategorien nicht gewohnt sind, können aber berechtigterweise von einem Modell aus der oberen Mittelklasse bis unteren Oberklasse ausgehen.

Der Fingerabdrucksensor – „the good old Touch ID“

Was bei vielen iPhone-Usern – ausgenommen die älterer Smartphones – längst in Vergessenheit geraden sein dürfte, ist der im Home-Button verbaute Fingerabdrucksensor sowie der Home-Button selbst. Beides findet sich im iPhone SE 2022 wieder und könnte vom ein oder anderen Nutzer sicherlich eine gewaltige Umstellung abverlangen. Genauso gibt es aber die Fraktion derer, die den Sensor für längst überfällig halten und ihn sich als Alternative wieder zurückwünschen.

Der Vorteil von Touch ID wird besonders während der Corona-Pandemie deutlich: Das Smartphone lässt sich ohne Probleme mit Maske entsperren. Gleichzeitig kann man eine Bedienung mit nassen Händen geradezu vergessen, denn hier funktioniert der Sensor von jetzt auf gleich überhaupt nicht mehr.

Der Prozessor: Hier muss sich das iPhone SE nicht verstecken!

Apple hat das iPhone SE 2022 mit dem neuesten Chip aus eigenem Hause, dem A15, ausgestattet. Dadurch liefert das Gerät dieselbe Rechenleistung wie die aktuellen Flaggschiffe, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es ebenso gut für Mobile Gaming und Videobearbeitung geeignet ist wie das iPhone 13. Der Prozessor ermöglicht Usern auch zahlreiche Bildbearbeitungsfeatures, die bisher den Spitzenmodellen vorbehalten waren.

Apropos Bilder: Das iPhone SE 2022 kommt nur mit einer Single-Kamera, die hinsichtlich der technischen Details der des Vorgängermodells entspricht. Weitere Linsen, die etwa den Telezoom oder Ultraweitwinkel-Aufnahmen ermöglichen, fehlen weiterhin. Aber sind wir mal ehrlich: Wer nur die Hälfte für das Gerät ausgibt, muss zweifelsohne irgendwo Abstriche in Kauf nehmen. Ob die dann tatsächlich der Rede wert sind, hängt schlicht von den persönlichen Präferenzen der Userinnen und User ab.

Akkulaufzeit und Leistung: Auch hier wenig Bescheidenheit in Sicht

Im direkten Vergleich mit dem iPhone SE 2 ist der Akku beim Nachfolger ein wenig größer. Diese Tatsache an sich ist kaum relevant, wird es aber durch die Kombination mit dem wesentlich effizienteren A15-Chip. Denn dieser schaltet sich teilweise ab, wenn die Rechenleistung nicht benötigt wird, und spart so einiges an Energieverbrauch ein. Selbst einen gesamten Tag intensive Nutzung mit Telefonie, Musik- und Videokonsum und einigen anspruchsvollen Anwendungen steht das iPhone SE 3 ohne Probleme durch.

Zwei Tage sind trotzdem haarig, das waren sie aber erstens bisher auch und sind es zweitens auch bei den Topmodellen. Hier hält der Akku zwar etwas länger durch, zwei vollständige Tage in Folge sind aber trotzdem nicht drin.

Außerdem unterstützt das iPhone SE 3 die Apple-eigene Schnelladefunktion; dazu einige Eckdaten:

  • Das Gerät ist innerhalb von 20 Minuten von 0 auf 50 Prozent aufgeladen.
  • Mit einem leistungsstärkeren Netzteil, etwa dem des MacBooks, sind rund 40 Prozent in 20 Minuten drin.
  • Schnellladen wird auch induktiv unterstützt.

Zusätzlich ist ein 5G-Modul an Bord, durch das das iPhone SE auch für den zukünftigen Mobilfunkstandard bestens gerüstet ist. Generell fällt die Geräteauswahl beim iPhone SE 2022 nicht allzu schwer, da Apple insgesamt nur beim Speicher Unterschiede macht. Das Gerät gibt es mit 64, 128 und 256 Gigabyte eingebautem Speicherplatz, der wie gewohnt nicht erweiterbar ist.

Auch wenn es selbstverständlich sein dürfte, noch ein kurzer Abriss zum Betriebssystem: iOS 15 ist in der neuesten Version an Bord. Außerdem können User mindestens in den nächsten fünf Jahren mit den aktuellsten Updates und neuen Betriebssystemen rechnen.

Fazit: Das neue iPhone SE – ein echter Kompromiss oder eher der Sparbrenner?

Während eingefleischte Apple-Fans das iPhone SE bisher als „abgespeckte“ Variante der „richtigen“ iPhones gesehen haben, dürfte sich das mit dem neuen Modell gewaltig ändern. Denn hier müssen User kaum mehr echte Einschnitte in Kauf nehmen, wenn man mal vom mit 4,7 Zoll deutlich kleineren Display absieht. Wen die sichtbaren Display-Ränder und der Home-Button nicht stören, sollte mit dem iPhone SE 2022 voll auf seine Kosten kommen.

Klar ist aber auch: Hätte Apple das SE-Modell mit mehr Kameras und Face ID ausgestattet, wäre es für viele Käufer nochmal deutlich interessanter. Damit verbunden wäre aber auch ein höherer Preis, der wiederum andere Kunden abschreckt. Wir finden daher, dass Apple mit dem iPhone SE 3 ein guter Kompromiss zwischen Ausstattung, Leistung und Preis gelungen ist. Dennoch ist das Gerät im Vergleich mit Android-Smartphones eher in der oberen Liga und weniger in der Mittelklasse zuhause.

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