Das Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop und seine Alternativen

Wer im Kreativbereich unterwegs ist, ist mit großer Wahrscheinlichkeit bereits einmal mit einem der Adobe-Programme wie Photoshop, InDesign und Illustrator in Berührung gekommen, sei es auf der Arbeit, an der Hochschule oder zu Hause am eigenen Computer. Besonders bekannt ist das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop – der Begriff „Photoshoppen“ hat es in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft und wird in der Regel auch benutzt, wenn ein Bild mit einem anderen Programm als Photoshop bearbeitet wird.

Mit der Creative Cloud bietet Adobe ein umfangreiches Programm-Paket, das u.a. Tools für Bildbearbeitung (Photoshop), Design und Entwicklung von Websites (Dreamwaver), Videobearbeitung (Premiere Pro), Illustration und Vekoren (Illustrator), Audiobearbeitung (Audition), Layoutentwicklung (InDesign) und Animationen und Special Effects (After Effects) beinhaltet. Inzwischen ist die Creative Cloud nur noch als Abonnement zu erwerben. So bleiben die Programme immer auf dem aktuellen Stand und haben die neuesten Funktionen an Bord, außerdem wird die Bearbeitung eines Projektes auf unterschiedlichen Geräten erleichtert. Für 2019 ist zudem eine Photoshop-Version für iPad-User angedacht, die erstmals den Leistungsumfang der Desktop-Variante hat. Es wird jedoch kein Festbetrag mehr fällig, sondern ein monatlicher Betrag. Es gibt verschiedene Abo-Modelle – so ist es beispielsweise möglich, eine Anwendung wie Photoshop einzeln zu abonnieren, wenn man für die anderen keine Verwendung hat. Benötigt man jedoch mehr als zwei Adobe-Programme, lohnt es sich, gleich das Gesamtpaket zu wählen, das regulär 59,49€ pro Monat kostet. Dazu gibt es Rabatte für Schüler, Studierende, Lehrkräfte und Dozenten sowie Schulen und Universitäten. Die Programme der Creative Cloud sind sowohl mit Windows als auch macOS kompatibel.

Umfangreiche Funktionen

Trotz seiner strukturierten Benutzeroberfläche, die eine intuitive Bedienung zulässt, können einen die zahlreichen Funktionen und Werkzeuge, die Photoshop bietet, auf den ersten Blick erschlagen und ratlos zurücklassen. Sowohl für Photoshop als auch andere Bildbearbeitungsprogramme gibt es Schulungen und Weiterbildungen wie beispielsweise von medienreich, die eine gute Einarbeitung in die Grundlangen bieten und die unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten ergründen, die sowohl für professionelle als auch Hobby-Fotografen nützlich sind.

Im Fokus steht bei Photoshop weiterhin die klassische Bildbearbeitung. Fotos, die unscharf geworden sind oder denen der Kontrast fehlt, können optimiert, Faben intensiviert und unliebsame Objekte oder rote Augen entfernt werden. Mit dem Kopierstempel werden bestimmte Bereiche ausgewählt und das Bild retuschiert oder repariert. Auch bietet Photoshop die Möglichkeit, RAW-Dateien zu bearbeiten. Da es sich bei RAW um ein Rohdatenformat handelt, das die Informationen der Bilder ohne vorige Bearbeitung speichert, können diese nachträglich weitreichender verändert werden, ohne dass dabei ein Qualitätsverlust entsteht.

Mögliche Alternativen zu Photoshop

Zwar ist Photoshop eines der umfangreichsten Bildbearbeitungsprogramme, wer jedoch nur hin und wieder seine Urlaubsfotos ein wenig aufhübschen möchte, sollte sich fragen, ob er nicht mit einer älteren Photoshop-Version ebenfalls glücklich wird, statt sich ein Creative-Cloud-Abo zuzulegen, das sich eher für Vielarbeiter lohnt, die Photoshop dazu in seinem gänzlichen Umfang nutzen. Des Weiteren gibt es diverse Alternativen, die sich vor Photoshop nicht verstecken müssen. Affinity Photo der Firma Serif ist für einen Festpreis von 54,99€ zu erwerben. Interessant ist hierbei nicht nur der günstige Preis und der hohe Leistungsumfang, sondern auch das Ziel, ein ähnlich reibungsloses Zusammenspiel der verschiedenen Programme zu gewährleisten, wie es Adobe mit seiner Creative Cloud tut: Mit Affinity Designer gibt es eine Alternative zu Illustrator, als nächstes soll Affinity Publisher folgen, von der es bisher nur eine Beta-Version gibt.

Unter den kostenlosen Alternativen ist GIMP für viele die erste Wahl. Die Open-Source-Software läuft neben Windows und MacOS auch auf Linux und wartet mit einem ähnlichen Leistungsumfang wie Photoshop auf. Jedoch galt die Bedienung immer als gewöhnungsbedürftig und wenig intuitiv. Spätestens mit der aktuellen Version 2.10 hat sich jedoch auch dies geändert und so dürften sich Photoshop-Affine auch in GIMP schnell zurechtfinden. Wer sehenswerte Ergebnisse möchte, ist nicht zwingend auf Photoshop angewiesen. Besonders für Gelegenheits-Kreative können Alternativen wie Affinity oder GIMP lohnenswert sein.

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