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CovPass: Das bietet der digitale Impfnachweis des Robert-Koch-Instituts

Die Corona-Pandemie stellt Politik und Gesellschaft vor immer neue Herausforderungen. Mit der Impfung steigen die Chancen auf ein normales Alltagsleben, das in immer greifbarere Nähe rückt. Mit der CovPass-App hat das Robert-Koch-Institut eine digitale Variante des bisher analogen gelben Impf-Heftchens ins Rennen gebracht. Wir geben einen Überblick über Funktionsweise und Vorteile der Smartphone-App.

Die Impfung ist durch – wie geht es weiter?

Nach jeder Spritze – je nach Impfstoffhersteller der ersten und einzigen oder beiden – erhalten Geimpfte ein Zertifikat in Papierform sowie den dazugehörigen Eintrag in den analogen Impfausweis. Das EU-weit standardisierte Zertifikat wird nun in der CovPass-App oder auch der Corona-Warn-App weiter verarbeitet:

  1. Zunächst muss die App aus dem Google PlayStore oder dem iOS AppStore auf das Smartphone geladen werden. Darüber hinaus ist keine Anmeldung erforderlich, es reicht aus, die App zu öffnen und einige persönliche Daten einzutragen.
  2. Nun wird der auf dem Zertifikat abgedruckte QR-Code mit der App eingescannt. Nach kurzer Wartezeit sind sowohl das Stadium des Impfschutzes als auch der verwendete Impfstoff und das Datum der Impfung in der App ersichtlich.
  3. Mit der CovPass-App können auch Genesenenzertifikate eingescannt werden, wobei das Verfahren hier identisch den Impfzertifikaten abläuft. Denn nach aktuellen medizinischen Kenntnissen tritt auch nach einer durchgemachten Covid-Erkrankung einer temporäre Immunisierung ein.
  4. Der QR-Code ist nun als solcher in der App einsehbar und kann bei Bedarf vorgezeigt werden.

Allerdings ist die digitale Variante keine zwingende Voraussetzung, um beispielsweise über die Grenze oder ins Restaurant zu gelangen. Der bisherige analoge Impfpass bleibt weiterhin gültig. Geimpfte und Genesene haben lediglich die Wahl zwischen mehreren Nachweisvarianten.

Datenschutz und Co.: Wie transparent ist die CovPass-App?

Ähnlich wie bei der Corona-Warn-App, setzt das RKI auch bei CovPass auf einen öffentlich einsehbaren Quellcode. So hat jeder die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild über Art und Umfang der Datenspeicherung zu verschaffen.

Alle Daten, insbesondere die persönlichen Gesundheitsinformationen, werden lokal auf dem Smartphone gespeichert. Eine Übertragung an den Server findet lediglich in verschlüsselter Form und auch nur einmalig statt, um die Echtheit der jeweiligen Zertifikate zu überprüfen und den Impfstatus ans RKI zu übermitteln. Darüber hinaus fragt CovPass nur das in der DSGVO festgeschriebene Minimum an notwendigen Gesundheitsdaten ab und speichert sie auch nur im benötigten Umfang.

Der QR-Code selbst ist mit einer digitalen Signatur versehen. Dank ihr sind Fälschungen nahezu ausgeschlossen.

Wer stellt digitale Impfzertifikate aus?

Der digitale Impfpass – egal ob CovPass oder in der Corona-Warn-App – wird von allen Apotheken, Arztpraxen und Impfzentren ausgestellt. Bei einer Impfung vor Einführung der digitalen Nachweisvarianten kann das digitale Zertifikat auch nachträglich ausgestellt werden. Geimpfte bringen hierfür einfach ein Ausweisdokument und den analogen Nachweis der bisherigen Impfungen zur Apotheke oder zum Arzt mit.

Wer in einem der Impfzentren der Bundesländer geimpft wurde, erhält seinen QR-Code nachträglich per Post bzw. für spätere Impfungen direkt nach dem „Piks“.

Tipps und Tricks zum digitalen Smartphone-Impfausweis

Mit dem digitalen Impfzertifikat ist der analoge gelbe Impfpass in vielen Fällen bereits jetzt obsolet. Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, um die Nutzung des QR-Codes auf dem Smartphone noch komfortabler zu ermöglichen.

Impfpass auf der Smartwatch

Insbesondere bei der Apple Watch kann der digitale Impfausweis in Form des QR-Codes auch am Handgelenk hinterlegt werden. Auf diese Weise entfällt besonders in stressigen Situationen, etwa am Flughafen oder am Einlass von Festivals, das umständliche Herauskramen und Entsperren des Smartphones.

Die Maske erschwert außerdem die Gesichtsentsperrung, nicht nur beim iPhone. Auch hier ist der QR-Code am Handgelenk eine echte Erleichterung.

Homescreen-Widgets

Seit Release von iOS 14 gibt es auch bei Apple-Smartphones die von Googles Android bekannte Möglichkeit, Widgets auf dem Startbildschirm zu erstellen. Dahinter stecken kleine „Fenster“, die wichtige Informationen einer App direkt anzeigen, ohne dass dafür die App selbst geöffnet werden muss.

Zunächst erstellen User einen Screenshot des QR-Codes, egal ob in CovPass oder der Corona-Warn-App. Mit der App „Widgetsmith“ kann nun ein Teil des Screenshots ausgeschnitten und in quadratischer Form mit einem Widget verknüpft werden. Die einzelnen Schritte sind dabei selbsterklärend. Nun ist der QR-Code auf dem Startbildschirm des Telefons verfügbar.

Bei Android gibt es ähnliche Möglichkeiten, etwa mit diversen Custom Widget Creators aus dem Play Store. Auch hier erstellen User zunächst einen Screenshot, schneiden ihn passend zurecht und verbinden ihn mit einem Widget auf dem Startbildschirm.

Impfnachweis im Wallet

Der Mehrheit der Apple-Nutzer wird die Wallet-App wahrscheinlich ein Begriff sein. Hier können nicht nur alle möglichen Kredit- und Kundenkarten, sondern nun auch digitale Impfnachweise hinterlegt werden. Mit der Web-App „Covid Pass für Apple Wallet“ wird der QR-Code einfach eingescannt und auf diese Weise eine einlesbare Karte erstellt. Diese kann dann wie eine herkömmliche Master- oder Visa-Card im Wallet gespeichert werden.

Übrigens: Mit weiteren Apps können die QR-Codes sogar auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden. Ein Beispiel hierfür ist die kostenlose Pass4Wallet-App aus dem iOS AppStore.

Fazit zum digitalen Impfnachweis

Mit dem digitalen Impfzertifikat des RKI und der Bundesregierung wird der Nachweis der Corona-Schutzimpfung noch einfacher. Gleichzeitig lässt sich am Flughafen oder bei der Einlasskontrolle erheblich Zeit sparen. Dennoch bleibt der alte, gelbe Impfpass in Papierform weiterhin verfügbar und wird auch überall akzeptiert. Geimpfte haben also einfach eine zusätzliche und fortschrittlichere Möglichkeit, ihren Schutz nachzuweisen. Das finden wir gut!

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