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iCloud for Windows (11): Das kann Apples Software für die Systeme der Konkurrenz

Der einst geschlossene Kreislauf des Apple-Universums ist längst nicht mehr das, was er mal war. Wie alle Apple-User wissen, sind Google- und Microsoft-Dienste nach ausgedehntem Zögern von Apple auch auf  iPhone, iPad und MacBooks verfügbar. iCloud for Windows ist dabei die dazugehörige Software für Rechner ohne MacOS und überzeugt mit vielseitigen Funktionen. Wir geben einen ersten Überblick.

Was steckt hinter iCloud für Windows-Rechner?

iCloud for Windows ist eine Plattform, mit der sich iPhone, iPad und andere Apple-Geräte mit Windows-Rechnern synchronisieren lassen. Über iCloud können User zum Beispiel Bilder, Videos und andere Medieninhalte von ihrem PC auf das iPhone oder iPad bzw. genauer gesagt in die iCloud übertragen. Auch die Übertragung vom iOS-Gerät auf PCs, Notebooks und Tablets ist auf diese Weise möglich.

Auf dem iOS-Gerät haben User dann die Möglichkeit, die entsprechenden Inhalte entweder im internen Speicher abzulegen oder in der Cloud zu belassen. Letztere hat den Nachteil, dass der Abruf der Daten nicht ohne Internetverbindung möglich ist. Auf der anderen Seite büßen sie ohne Cloud-Nutzung je nach Art und Menge der Mediendateien jede Menge freien Speicher ein.

Installation von iCloud – so läuft sie auf dem Windows-PC ab

Die Installation von iCloud for Windows ist kein Hexenwerk und läuft wie gewohnt ab. User gehen die folgenden Schritte einfach der Reihe nach durch:

  1. Sofern noch nicht vorhanden, ist zunächst ein Apple-Account notwendig. Zusätzlich benötigen User einen Internetbrowser, um iCloud herunterladen zu können.
  2. Auf der Apple iCloud-Webseite kann die Software nach der Anmeldung einfach für Windows heruntergeladen werden. Alternativ gibt es iCloud auch im Windows Store zum Download.
  3. Der Download taucht bei Google Chrome am unteren Ende des Browserfensters auf. Nachdem er abgeschlossen ist (Hinweis: „Fertig“) kann die Datei mit einem Klick installiert werden.
  4. Der Installationsassistent ist selbsterklärend und leitet einen übersichtlich durch die einzelnen Schritte. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, müssen sich User nur noch ein weiteres Mal anmelden – und das war´s auch schon!

Übrigens: In der kostenfreien Basisversion stehen in iCloud 5 Gigabyte Speicherplatz kostenfrei zur Verfügung. Falls das nicht ausreicht, ist eine Erweiterung auf 50 Gigabyte bis 2 Terabyte für einen monatlichen Preis zwischen einem und zehn Euro möglich. Der Speicherplatz steht nach dem Kauf sofort zur Verfügung.

Funktionen des iCloud-Dienstes für Windows: So funktioniert er im Alltag

Nachdem der Client auf dem PC installiert ist, taucht das Logo je nach Einstellung in der Taskleiste und/oder auf dem Desktop auf. Nun muss das iOS-Gerät noch über das entsprechende Kabel mit dem Rechner verbunden werden.

Zunächst empfiehlt sich hier, die grundlegenden Einstellungen vorzunehmen. Das passiert über den Menüpunkt „iCloud-Einstellungen“. Hier können User zum Beispiel einstellen, welche Inhalte (Kalendereinträge, Bilder, Musik,…) laufend zwischen Windows und dem iPhone synchronisiert werden sollen. Auch Kontakte und E-Mails lassen sich auf diese Weise in wenigen Sekunden zwischen den Geräten übertragen.

Besonders praktisch ist die Synchronisation von Lesezeichen im Browser. Das macht allerdings nur Sinn, wenn auf dem iOS-Gerät und dem Windows-Rechner unterschiedliche Dienste (etwa Safari und Google Chrome) genutzt werden. Wer auf beiden Geräten Google Chrome verwendet, synchronisiert seine Daten automatisch durch die Anmeldung im Google-Konto.

Die Übertragung von Fotos und Videos, die für die meisten User einer der Hauptgründe für die Installation von iCloud sein dürfte, läuft in diesen simplen Schritten ab:

  1. Auf dem iPhone oder iPad muss der Abgleich zwischen iCloud Drive und den iCloud Fotos aktiviert werden. Das geht mit einem Klick auf die Einstellungen und hier in den spezifischen Einstellungen für iCloud.
  2. Nun taucht – auch wenn die Geräte nicht per USB miteinander verbunden sind – im Windows-Explorer ein neues Laufwerk namens „iCloud Drive“ auf.
  3. Dateien jeder Art, die in den Ordner auf dem PC gezogen werden, werden automatisch in die Cloud hochgeladen und können dann über das iPhone bzw. iPad abgerufen werden.

Dabei sollten User aber grundsätzlich den begrenzten Speicher beachten. Werden Dateien hochgeladen, die das Limit überschreiten, sind diese erst nach einem kostenpflichtigen Upgrade in der Cloud verfügbar. Allerdings finden wir, dass 99 Cent für 50 Gigabyte besonders bei intensiver Nutzung des Dienstes locker zu verschmerzen sind.

Fotos vom iPhone auf den PC übertragen: Simpel und intuitiv

Ähnlich wie die Übertragung von Daten vom Rechner auf das iOS-Gerät läuft auch die Übermittlung in die andere Richtung ab. Dabei muss im iCloud-Client auf dem Rechner lediglich das Kästchen vor „Fotos“ aktiviert werden, um die automatische Synchronisation der Bilder zu aktivieren. Je nach Internetgeschwindigkeit und Menge der zu übertragenden Daten kann es auch hier eine ganze Weile dauern, bis diese im Explorer auf dem Windows-Rechner auftauchen.

Sind die Bilder und Videos erstmal da, können Sie wie „normale“, also lokal gespeicherte, Dateien auf dem PC verwaltet werden. Dabei empfehlen wir grundsätzlich, die Fotos aus dem Drive-Ordner herauszukopieren und auf einem USB-Stick oder einfach der Festplatte zu speichern. So lässt sich jede Menge Speicherplatz in iCloud einsparen.

Wer mobil arbeitet und seine Daten regelmäßig auf mehreren Geräten benötigt, kann die genannten Funktionen auch mit allen anderen Dateitypen – insbesondere Dokumenten und Tabellen – nutzen.

Fazit: iCloud ist optimal an Windows und iOS angepasst

Wo es vor einigen Jahren noch die Regel war, zum iPhone auch ein MacBook oder gar einen iMac zu kaufen, lassen sich die Funktionen des einst geschlossenen Systems mittlerweile auch unter Windows nutzen. Der iCloud-Client ist das perfekte Beispiel dafür, wie eine Cloud-Synchronisation aussehen sollte. Der kostenfreie Speicher von fünf Gigabyte dürfte dabei für die meisten User ausreichen – falls nicht, ist Apples Preismodell hier mehr als fair. Zudem wird iCloud for Windows laufend um neue Funktionen erweitert.

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