Kaufberatung Apple MacBooks und iPad Pro: Welches ist für wen das passende mobile Arbeitsgerät?

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Neuanschaffung eines MacBook und welches passt am besten zu den eigenen Anforderungen? Interessierte haben mit aktuell drei Notebook-Systemen und mehreren Modellen die Qual der Wahl, zählt man noch die iPad Pro Modelle dazu, werden es noch mehr. Die MacBook Pro-Systeme erhielten im Jahr 2018 die letzten Updates, das kleine MacBook könnte nachziehen, einzig das einst so revolutionäre MacBook Air wartet bereits seit mehreren Jahren auf eine Auffrischung. Im Jahr 2015 gab es die letzten Upgrades in Form neuer Prozessoren, dafür wurde aber auch die 11-Zoll Variante ersatzlos aus dem Portfolio gestrichen. Vielleicht ist aber auch das iPad Pro für den ein oder anderen eine echte Alternative zu den, vor allem, teureren Notebooks.

MacBook Air

Apple führt aktuell nur noch das 13-Zoll Modell des Einsteiger Notebooks. Mit einfachem LED-Display einer geringen Auflösung von 1440 x 900 Pixel und niedrig taktenden Dual-Core-Prozessoren, richtet sich das günstigste Apple Notebook vor allem an Schüler und Studenten sowie an Apple-Einsteiger. Insbesondere für Office-Aufgaben und Internetnutzung ist das MacBook Air bestens geeignet. Bemerkenswert ist die lange Akku-Laufzeit mit bis zu 12 Stunden. Sehr angenehm ist das niedrige Gewicht mit 1,35 kg. Das geräuschlose und schnelle SSD-Laufwerk gibt es standardmäßig mit 128 oder 256 GB und ist bis auf 512 GB erweiterbar. Der festverlötete Arbeitsspeicher ist auf 8 GB begrenzt und lässt sich nicht erweitern. Ein realistisches Update könnte endlich ein Retina-Display sowie aktuelle Prozessoren und Anschlüsse wie Thunderbolt3 und USB-C bedeuten. Gut möglich, dass Apple, sämtliche andere Anschlüsse wie auch den Speicherkarten-Steckplatz streicht.

MacBook

Eine Neuerung des MacBook Air mit Retina-Display und aktuellen Komponenten würde das MacBook eigentlich ersetzen und somit überflüssig machen oder aber, das MacBook ersetzt in der nächsten Version das veraltete Air. Aktuell macht vor allem die Preisdifferenz beider Mobilrechner einen großen Unterschied. Das MacBook Air kostet Stand 2018 in der Standardversion 1099 Euro, das MacBook mit Retina Display kostet 1499 Euro. Hierbei misst das Display 12-Zoll, das Gewicht beträgt gerade einmal 0,9 kg. Damit ist das kleinste MacBook vor allem für den mobilen Einsatz, für Office-Tätigkeiten und Medienkonsum gedacht. Aufwendigere Arbeiten wie Video-Schnitt und Grafikanwendungen sind derweil nicht das richtige Metier, hierfür reichen 1,2 oder 1,3 GHz Dual-Core-Prozessoren und die verbauten Grafikchipsätze nicht aus.

MacBook Pro 13-Zoll ohne und mit Touch Bar

Das MacBook Pro mit 13-Zoll Retina Display hat im Frühjahr 2018 das letzte Update erhalten. Anstatt standardmäßig mit Intel Dual Core-Prozessoren, bietet Apple bei diesen MacBooks (zumindest bei den Versionen mit Touch Bar) Quad-Core-Prozessoren an. Das Einsteiger MacBook Pro ohne Touch Bar kostet aktuell gerade mal so viel wie ein einfaches MacBook, dafür erhalten die Anwender 2,3 GHz i5 Prozessoren und eine Intel Iris Plus Graphics 640 und 128 GB SSD-Speicher. Erweiterbar sind die 13-Zoll MacBook Pros vor dem Kauf mit bis zu 16 GB RAM, die SSD kann bis auf 1 TB oder bei den Touch Bar-Modellen bis auf 2 TB aufgerüstet werden. Sämtliche Konfigurationen können nachträglich nicht mehr verändert werden, die Bauteile sind alle verlötet. Die Zielgruppe für die aktuellen MacBook Pro mit 13-Zoll Retina Display, sind Anwender, die auch mobil die unterschiedlichsten Anwendungen von: Office, Grafik und Foto-Bearbeitung, Audio- und Videoproduktion erledigen möchte. Weiterhin empfiehlt sich das Pro Notebook mit einem externen Monitor auch für den Desktopeinsatz. Einzig die Konnektivität über ausschließlich USB-C / Thunderbolt3-Anschlüsse trübt dabei die Freude. Zwar bieten immer mehr Hersteller passende und damit schnelle Peripherie an, dennoch, wer mit HDMI, Displayport und herkömmliche USB-Anschlüsse zurechtkommen muss, benötigt Adapter und Mehrfachstecker.

MacBook Pro 15-Zoll

Das wirkliche Pro-Device unter den MacBook Notebooks ist das MacBook Pro mit 15-Zoll Display. Nicht nur dank des größeren Monitors stellt dieses MacBook das beste Apple-Device dar, was der geneigte Käufer ab 2800 Euro erwerben kann. Bei diesem Einstiegspreis verbaut Apple 2,2 GHz 6 Core Intel i7-Prozessoren der 8. Generation, standardmäßig 16 GB RAM, 256 GB SSD Speicher und eine dezidierte Radeon Pro 555X mit 4GB GB RAM. Wer sein MacBook Pro mit 15 Zoll erweitern möchte, hat optional die Möglichkeiten, den Arbeitsspeicher bis auf 32 GB RAM zu vergrößern, die SSD-Speicher auf 4 TB zu erhöhen und die Prozessoren gegen Intel i9 6 Core mit 2,9 GHz zu tauschen. Diese maximal erweitere Version kostet dann 7959 Euro. Das MacBook Pro mit 15-Zoll richtet sich vor allem an Pro-Anwender aus den Bereichen, Video, Grafik, Foto oder Audioproduktion. Dank der dezidierten Grafikkarte eignet sich das System auch für Gamer, allerdings dürfte bei dieser Anforderung ein PC-System deutlich günstiger ausfallen.

iPad Pro

Ein wenig außen, dennoch erwähnenswert, das iPad Pro, welches durch iOS in einer eigenen Liga spielt. Dennoch, dank der starken Rechenleistung und Erweiterungen wie Tastatur und Apple Pencil, findet auch das Apple Tablet eine immer größer werdende Zielgruppe. Das OS bietet inzwischen ein verbessertes Dateimanagement, damit nähert sich iOS immer mehr macOS an, viele Dateiformate können dank Synchronisation, iCloud oder AirDrop auf mehreren Systemen genutzt werden. Die Modellvarianten mit 10,5 Zoll Display starten bei 730 Euro, für das große iPad Pro mit 12,9 Display werden knapp 900 Euro fällig. Somit ist das Tablet günstiger als das MacBook Air und für den ein oder anderen, durchaus einer Alternative.

Fazit

Apple bietet mit seinen unterschiedlichen Notebooks und dem iPad Pro für die unterschiedlichen Anforderungen das jeweils passende System an. Alle MacBooks sind hochwertig und überzeugen bei der Verarbeitungsqualität und der Abstimmung von Hardware und Apple-Software. Die Systeme laufen auch nach einigen Jahren der Nutzung und dank der Unterstützung der aktuellen OS-Versionen sauber und flüssig.

Diese Qualität hat dann aber auch seinen Preis und das bereits bei dem Einstiegsmodell, dem MacBook Air, dass knapp 1000 Euro kostet. Ob das Air noch mal aktualisiert wird, durch das MacBook ersetzt wird oder es eine Verschmelzung beider Systeme gibt, bleibt abzuwarten. Das MacBook Pro mit 13 Zoll bildet die Mitte des Leistungsangebotes der Notebooks ab, egal ob mit Touch Bar oder ohne, das MacBook Pro ist ein mobiler Allrounder, der auch auf dem Schreibtisch mit externen Display hervorragend zurechtkommt, vorausgesetzt man verfügt über die unterschiedlichen Adapter. Wer wirklich Pro Leistung benötigt, greift zu dem 15-Zoll MacBook Pro, das keine Wünsche offenlässt, sich diese Qualität aber auch entsprechend etwas kosten lässt. Eine Alternative, sowohl preislich aber auch bei der Nutzung, ist das iPad Pro, das neben allgemeiner Nutzung vor allem für Grafikanwender durch den Apple Pencil eine Nische abdeckt.

Kaufberatung Apple MacBooks und iPad Pro: Welches ist für wen das passende mobile Arbeitsgerät?
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