Kryptowährung-Mining auf dem Smartphone: So geht’s

Wird nun das Mining-Konzept völlig auf den Kopf gestellt? Geht es nach Electroneum, einem britischen Blockchain-Start-up, so soll der Krypto-Fan demnächst mit dem Smartphone am Mining-Prozess teilnehmen können. Im Zuge des Mobile World Congress hat das Start-up erstmals das M1, ein Android-Smartphone, präsentiert – und im Zuge der Präsentation gleich für einen Paukenschlag gesorgt.

Nicht nur, dass das Smartphone gerade einmal 80 US Dollar kostet, somit ausgesprochen günstig ist, mag es in den Entwicklungsländern auch eine richtige Konkurrenz für die Platzhirsche wie etwa Samsung werden. Dass man zudem noch per App Kryptowährungen schürfen kann, bringt das M1 des Weiteren auch noch in eine ganz besondere Ausgangsposition.

Coins kann man nun per App schürfen

Man kann beispielsweise über Cryptosoft in Kryptowährungen investieren, aber auch selbst Teil des Mining-Prozess werden und sich über Belohnungen freuen, nachdem bestimmte mathematische Aufgaben gelöst wurden. Doch lohnt sich der Mining-Prozess überhaupt noch? Nein. Wenn es darum geht, mit einem Rechner Bitcoins zu schürfen, so ist das Geschäft nicht mehr rentabel – nicht nur, dass die Strompreise den Gewinn drücken, ist es mit herkömmlichen Rechnern gar nicht mehr möglich, die komplexen Aufgaben zu lösen. Entweder schließt man sich einem Mining-Pool an oder erwirbt die Coins über eine entsprechende Plattform.

Man kann sich aber auch mit dem M1 befassen. Hier kann man nämlich mit dem Smartphone am Mining-Prozess teilnehmen. Das M1 ist nämlich mit der von Electroneum geschaffenen Cloud Mining-Technologie verzahnt. Das heißt, der Nutzer schürft somit per App – er muss sich also kein teures Spezial-Equipment kaufen.

Zu beachten ist, dass zum aktuellen Zeitpunkt nur die von Electroneum geschaffene Kryptowährung ETN geschürft werden kann. Jedoch darf man jetzt nicht glauben, dass man davon reich wird – der monatliche Gewinn liegt, so die Schätzungen von Electroneum, bei rund 3 US Dollar.

Electroneum blickt bereits in die Zukunft

Jedoch gibt sich Electroneum nicht damit zufrieden – von Seiten des Start-ups wird bereits an die Zukunft gedacht. Der Plan? Mit ETN-Token soll demnächst auch das Mobilguthaben aufgeladen werden, wobei auch geplant wird, dass man dann Online-Dienstleistungen bezahlen kann. In weiterer Folge soll man auch direkt in Shops mit ETN-Token bezahlen können. Ein Bankkonto ist, da alle Prozesse über die Electroneum-App laufen, nicht erforderlich.

Als Testgebiet wurde Südafrika ausgewählt. Das britische Start-up will das Smartphone M1 zu Beginn über Amazon wie auch über lokale Händler verkaufen. Aufgrund der Tatsache, dass der Einstiegspreis extrem niedrig gehalten wurde, könnte das M1 auch zugleich für viele Südafrikaner das erste Handy werden. Aber nicht nur in Südafrika will man aktiv werden – Electroneum plant, das M1 auch in anderen Entwicklungsländern, mitunter sogar noch günstiger, anbieten zu wollen. Laut Insiderinformationen wird geplant, dass das M1 in manchen Ländern überhaupt nur noch 60 US Dollar kosten soll.

Mit Android Go hat man sich für ein schlankes Betriebssystem entschieden. Des Weiteren gibt es 4G, zwei Kameras und DualSIM – all das, was sich die Menschen in den Entwicklungsländern wünschen.

ETN: Von 0,20 US Dollar auf 0,003 US Dollar

Kann sich das M1 von Electroneum durchsetzen? Sehr wohl besteht die realistische Chance, dass die Idee, die vom britischen Start-up verfolgt wird, zum Erfolg führt. In den Entwicklungsländern gibt es noch genügend Menschen, die kein Bankkonto haben – mit dem M1 ist das auch nicht erforderlich.

Natürlich wird auch die Entwicklung der Kryptowährung eine wesentliche Rolle spielen. Nachdem ETN eingeführt wurde, lag man bei 0,20 US Dollar – das war zugleich auch das Allzeithoch, das man 2018 aufstellen konnte.

Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: Anfang September 2019) liegt der Preis bei 0,003 US Dollar. Vom Allzeithoch befindet sich ETN rund 98 Prozent entfernt.

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