Sind Apps mittlerweile so gut wie PC-Software?

Noch vor wenigen Jahren wäre diese Überlegung undenkbar gewesen: Sind mobile Apps für iPhone oder iPad mittlerweile genau so leistungsstark wie ihre Gegenstücke auf Mac und PC? Sind sie gar für einige Aufgaben besser geeignet?

Wir beleuchten die Stärken und Schwächen beider Lösungen.

Präzision

Dieser Punkt geht klar an die Desktop-Variante: Selbst die vergleichsweise großen Touchscreens von iPad Pro & Co. erlauben nicht das selbe Maß an Präzision wie eine Maus oder ein Trackpad – das liegt schon daran, dass der Finger naturgemäß das verdeckt, was angetippt wird.

Größe

Hier kommt es je nach Einsatzzweck zu unterschiedlichen Urteilen: Während eine Videoproduktion ohne große Bildschirme nur eingeschränkt arbeiten kann, bieten die kleinen Displays von iPhones und iPads beispielsweise in der Gastronomie oder im Verkauf genau die richtige Fläche, um bestimmte Informationen schnell zu verarbeiten oder übersichtlich zu präsentieren. Nicht zuletzt deshalb verwendet Apple in seinen Stores seit Jahren iPads, auf denen alle wichtigen Daten zu den ausgestellten Produkten nachgelesen werden können.

Funktionsumfang

Auch hier muss von Fall zu Fall unterschieden werden, was genau eigentlich gebraucht wird: Während es unvorstellbar scheint, alle unterschiedlichen Module aus Lightroom oder Premiere Pro  übersichtlich auf einem iPad oder gar iPhone darzustellen, erlaubt gerade die verringerte Funktionsvielfalt vieler mobiler Apps eine schnellere und intuitivere Bedienung.

Einen Sonderfall stellen hier Online-Spiele dar: Um eine faire Partie zu ermöglichen, darf selbstverständlich keine der beiden Plattformen einen Vorteil haben. Wer ein wenig Recherche betreibt, findet schnell heraus, welches die besten Online Casino Apps, Ego-Shooter oder MMORPGs sind, in denen man sowohl am Smartphone als auch am Mac keinen unfairen Vorteil hat.

Speziell bei Online Games wie Casino Spielen und Webseiten macht dies keinen Unterschied. Ob man hier nun Poker auf dem mobilen Browser spielt oder dafür Chrome auf dem PC verwendet, ist egal. Man hat immer die gleichen Chancen auf einen Gewinn. Und so verhält es sich auch mit Casino Apps, die meistens online gefunden werden.

Spezialisierung

Als direkte Folge des geringeren Funktionsumfangs einzelner Anwendungen kommt es zu einer stärkeren Spezialisierung der verschiedenen Apps auf alle erdenklichen Anwendungsbereiche – daher auch der Spruch ‚There’s an app for that‘. Wenn wirklich nur ausgewählte, unbedingt nötige Funktionen installiert werden, kann das die Arbeitsgeschwindigkeit erhöhen – andererseits wird die schiere Menge an Apps in anderen Fällen schnell unübersichtlich.

Anpassung

Gerade iOS-Nutzer haben es schwer, die aus dem App Store heruntergeladenen Programme über den gelieferten Funktionsumfang hinaus zu modifizieren, um beispielsweise in Video-Apps Effekte von Drittanbietern oder in Spielen verschiedene Texturenpakete zu installieren – das geht am Mac deutlich einfacher.

Interaktion

Die Interaktion per Touchscreen fühlt sich in vielen Fällen einfach direkter an als eine Bedienung mithilfe von Maus und Tastatur – das ist besonders bei Spielen der Fall, in denen auch noch Neigungs- und Beschleunigungssensor eingesetzt werden, um die Grenze zwischen Nutzer und Software so gering wie möglich zu gestalten.

Letztendlich lässt sich kein zusammenfassendes Urteil fällen, das für alle Bereiche gültig ist: Während mobile Apps immer leistungsstärker werden und schon seit einiger Zeit für den überwiegenden Teil der Internetnutzung verantwortlich sind, bleiben bestimmte, insbesondere produktive oder rechenintensive Aufgaben dem Desktop vorbehalten, bis sich auch hier eine intuitive Lösung finden lässt.

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